Covid-19-Infektsprechstunde

Bei Infektsymptomen an Corona denken

Wir haben in allen Phasen der Pandemie Patient:innen versorgt. Leichte und schwere Verläufe. Eins können wir nach tausenden Menschen in unseren Infekträumen des Akutbereichts mit Sicherheit sagen: Wir haben konsequent Maske getragen und wir werden es weiter tun. Es ist nervig und unangenehm. Aber wir haben uns nie an den Patient:innen angesteckt. Leider aber in der Freizeit...

Die Symptome haben sich verändert

Während das Virus zu Beginn der Pandemie gute Chancen hatte, sich schnell im Körper zu vermehren, gab es viele schwere Verläufe und die allseits bekannten "Covid-Symptome". Mittlerweile sind viele Menschen durch Impfungen oder durchlebte Erkrankungen besser in der Lage, in den Körper eindringende Viren abzuwehren. Dies zeigt sich auch an den Symptomen unserer Patient:innen. Derzeit sind eher klassische Infektsymtome im Vordergrund. Mitunter treten die Abwehrsymptome sogar deutlich heftiger auf, als wir es gewohnt sind. Die gute Nachricht daran: Die schwereren Verläufe sind seltener geworden.

Was tun, wenn Symptome kommen?

Wie bei jedem Infekt gilt es, niemanden anzustecken und sich zu schonen. Ob es sich um Corona handelt ist dabei fast zweitrangig. Influenza oder andere Infekte möchten Sie von Ihren Arbeitskolleg:innen oder Freund:innen ja auch nicht bekommen, oder?

Wir wissen, dass sich unser Immunsystem mit jeder Erkrankung mindestens genauso gut wie mit einer Impfung in seiner Fähigkeit verbessert, Viren zu bekämpfen. Somit ist es schon von Interesse, ob Sie sich bei Infektsymptomen gerade "boostern".

Dies lässt sich nur mit einer PCR sicher klären. Ein positiver Befund hat zwar keinen Einfluss auf den aktuellen Verlauf, hilft aber, das Risiko von zukünftigen Infektionen besser einschätzen zu können. Keiner kann voraussagen, ob sich das Coronavirus noch einmal zu einer gefährlichen Form mutiert. Möglich ist das schon. Und dann ist es gut, zu wissen, welche Variante der Körper zu welcher Zeit bereits kennengelernt hat.